#103 Warum reagiere ich immer wieder gleich — obwohl ich es mir anders wünsche?

Shownotes

Du weißt, wie du reagieren willst. Ruhig. Klar. Bei dir. Und dann kommt der Moment — und es läuft trotzdem wieder anders. Der Satz, den du bereust. Die Reaktion, die raus war, bevor du entschieden hast. Und danach das vertraute Gefühl: Warum kann ich das nicht einfach ändern?

In dieser Folge schaue ich rein, was wirklich passiert, wenn wir reagieren — bevor wir überhaupt gedacht haben. Warum 80% der Informationen vom Körper zum Kopf laufen, nicht umgekehrt. Warum dein Nervensystem eine Situation längst bewertet hat, bevor dein Verstand sie erfasst. Und warum das erklärt, weshalb so vieles, das du dir vorgenommen hast, nicht hält.

Das ist Biologie. Und wer das einmal wirklich versteht — als körperliche Erfahrung — beginnt anders hinzuschauen. Auf sich. Auf andere. Auf den Moment, bevor die Reaktion kommt.

In dieser Folge verstehst du: — Warum du reagierst, bevor du gedacht hast — Was dein Körper gespeichert hat – und warum — Wie die vier Typen aus den letzten Folgen damit zusammenhängen — Was der Moment davor bedeutet – und wie du ihn findest

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Premiere 01.10 LIVE SOLOPROGRAMM Echtzeit

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00:00:00: Du nimmst dir vor, heute in dem Meeting anders zu agieren als sonst.

00:00:06: Und tust es dann doch nicht!

00:00:08: Oder in deiner Partnerschaft erlebst du immer wieder die gleichen Konflikte?

00:00:14: In deinem Leben erlebst tu immer wieder dieselben Situationen und das obwohl du dir so viel Wissen angeeignet hast... ...und dennoch erlebst Tu immer wieder dasselbe und Veränderung fühlt sich unfassbar schwer an.

00:00:26: und genau darüber möchte ich heute sprechen Denn heute geht es um Biologie.

00:00:31: Aber nein, keine Sorge!

00:00:32: Du musst nicht abschalten.

00:00:33: Keine trockene Biologie... Ich war auch nicht gut im Biologieunterricht oder das war einfach nicht meins.

00:00:40: und heute möchte ich darauf eingehen Auch weil ich in den letzten Folgen über die Typen gesprochen habe wie wir am Alltag agieren und wo wir uns verlieren.

00:00:48: Und genau da möchte ich heute drauf eingehen warum das so ist und vor allen Dingen wie Veränderungen leichter wird Und was es dafür braucht, denn die Typen über die ich in den letzten zwei Podcast-Folgen gesprochen habe.

00:01:02: Die durchlaufen nicht eine Entscheidung also weil du heute entscheidest im Meeting anders zu agieren passiert das auch sondern sie gehen durch den Körper.

00:01:13: jeder Prozess geht durch den Körper und wenn du zum Beispiel im Meeting dir vorgenommen hast heute anders zu reagieren dann kann es sein dass in diesem Meeting etwas passiert was dein Körper Triggert, wie so ein Knopf drückt und ein Automatismus abläuft.

00:01:30: Im Schauspiel haben wir diese Technik genutzt um Texte zu lernen nämlich Muscle-Memory also Muskelerinnerung.

00:01:39: im Schauspiel war das einen richtig geiler Trick um einen Text, einen Satz den ich mir nicht merken konnte schnell zu lernen und zwar um dich damit reinzunehmen wenn ich ein Satz hatte die mich mehr nicht so gut merken könnte.

00:01:53: Dann habe ich mir ein Requisit genommen.

00:01:55: Zum Beispiel einen Hocker und hab den Hockern angehoben, während ich den Satz gesprochen habe und ihn zum Beispiel auf die andere Seite der Bühne getragen.

00:02:04: Das habe ich sehr oft gemacht das heißt Ich habe den Hocke angehoben und diesen Satz ausgesprochen.

00:02:09: Mein Körper hat es gespeichert über die Muskeln über die Faszien hat es abgespeicherte.

00:02:13: Das heißt irgendwann gab's dem Punkt Ich habe Den Hocke angeholt und ich musste nicht drüber nachdenken.

00:02:18: Der Satz kam automatisch raus.

00:02:22: Problem war nur wenn der Hocka nicht da stand.

00:02:25: Dann war der Körper kurz irritiert.

00:02:28: Und im Alltag passiert das nämlich auch, dass wir diese Muscle-Memory immer wieder nutzen – unbewusst!

00:02:36: Das heißt in Situationen ein Punkt wird getriggert in deinem System, in deinen Muskeln und in deinen Faszien.

00:02:44: Dadurch agierst du immer wieder selber, immer wieder einem gleichen Typen, in dem gleichen Muster, in den gleichen Verhalten weil es gespeichert ist im Körper, in deinen Faszinen.

00:02:56: Nämlich der Körper entscheidet und der Körper kommuniziert.

00:03:00: Das ist das Verrückte!

00:03:02: Denn es ist so dass... Ich habe gerade überlegt wie ich gerade anfange, wo ich anfange weil wenn ich über den Körpersprecher dann oh mein Gott eine explodierte Sendung unter darf ich mich immer erst mal sammeln.

00:03:15: Und zwar um achtzig Prozent Der Fasern des Vargussenerfs, der durch den Körper läuft und er mit deinem Nervensystem zusammenhängt.

00:03:24: Und das wiederum mit deinen Faszien zusammen hängt.

00:03:27: Melden Informationen vom Körper ins Gehirn.

00:03:32: Achtzig Prozent!

00:03:35: Früher wurde gedacht, dass erstes Gehirnen entscheidet und dann der Körper nachgeht.

00:03:39: Heute beweisen immer mehr Studien, dass es andersrum geht.

00:03:43: Also, viel mehr Leidbahnen vom Körper gehen nach oben ins Gehirn als vom Gehirm in den Körper.

00:03:49: Und das ist das Entscheidende!

00:03:51: Deswegen helfen ganz oft Mindset-Arbeit oder Mindset Trainings nichts... ...oder Trainings die wirklich auf kognitiver Ebene stattfinden funktionieren nicht weil sie den Körper nicht mitnehmen.

00:04:03: und das Fasciengewebe, dein Fasziennetz also dass es die Schutzschicht, die Schutzhöhle um deine Muskeln zum Beispiel Die, oder ja doch das wird durchlaufen von zweihundertfünfzig Millionen Nervenfasern.

00:04:22: Durchziehen dieses Faszien-Netz!

00:04:24: Zweihundert fünfzig Millionen, Holy Moly und dein Nervensystem deine Faszian reagieren auf Stress und Emotionen.

00:04:36: Und deswegen dürfen wir da ansetzen wenn wir Veränderungen wollen im Körper und deswegen brauchen wir Bewusstsein über den Körper.

00:04:44: Wahrnehmungen, wir dürfen unsere eigene Wahrnehnung stärken um dort die Veränderung zu aktivieren voranzubringen.

00:04:55: Und das Verrückte ist dass der Körper schneller reagiert als das Gehirn.

00:05:01: Und wenn zwei Menschen sich begegnen, dann kommunizieren die Körper miteinander.

00:05:06: Das Nervensystem, die Nerven-Systeme kommunizierend miteinander noch bevor wir denken können und bevor wir anfangen zu denken.

00:05:17: Und das darfst du erstmal wissen um da wirklich ein Bewusstsein zu entwickeln dass du das verändern kannst.

00:05:25: Deswegen ist es alleine so schwierig im Alltag Neues zu integrieren und umzusetzen, weil du über diese Muscle-Memory darüber oder deinen Körper neu trainieren darfst.

00:05:38: Und ich erlebe das immer wieder, dass viele sagen ja ich meditiere und beschäftige mich, Journal vielleicht auch sogar also schreibe mir Gedanken auf versuche übers Schreiben Dinge für mich herauszufinden.

00:05:50: Aber im Alltag kann ich das nicht mit reinnehmen.

00:05:52: In der Meditation, da spüre ich wie ich verbunden bin mit mir, wie ruhig ich bin, wie entspannt ich bin... aber im Alltag verliere ich es ganz schnell!

00:06:01: Genau deshalb weil dein Körper noch im alten Automatismus und altem Mechanismus steckt.

00:06:08: Und deswegen geht es in meiner Arbeit darum dass du lernst wie du daran eben Alltag andocken kannst.

00:06:17: Um nochmal auf die Typen zurückzukommen in den ersten beiden Folgen, falls du sie noch nicht angehört hast gehe gerne nochmal zurück.

00:06:23: Denn das ist die Grundlage um dich im Alltag zu erkennen und Dinge zu verändern und auch wie Du mehr Energie hast, wie Du weniger Dich verlierst.

00:06:32: Und zum Beispiel ist es halt der Einschüchterer Der geht von oben herab.

00:06:39: ums nochmal kurz zu wiederholen Der hat zum Beispiel abgespeichert laut werden verschafft Gehör Oder wenn ich mich aufblustere, dann werde ich gesehen.

00:06:49: Der Duckmäuser zum Beispiel hat abgespeichert, da hat der Körper abgespeichert, wenn ich nicht klein mache, dann verhindere ich Konflikte oder die Pflegefachkraft wie ich sie so schön nenne oder eben Vernehmungsbeamtern.

00:07:05: Da wurde abgespeicherung im Körper, wenn Ich mich kümmere bekomme ich Zuwendung.

00:07:13: Und der vierte Typ hat abgespeichert, wenn ich weggehe schaffe ich Harmonie.

00:07:18: Das war der, der in den Rückzug geht und da sind die Automatismen ganz grob zusammengefasst, die im Körper passieren.

00:07:28: D.h.,

00:07:28: am Alltag wird ein Knopf gedrückt und dein Körper denkt Yes!

00:07:32: Jetzt weiß ich, Rückzug hat geholfen früher also mache ich das wieder als Beispiel.

00:07:37: Türkische an diesem ganzen Prozess ist, dass sich das so nach dir anfühlt.

00:07:41: So normal!

00:07:42: Also auch dieses Naher-So bin ich halt und Das ist die Herausforderung da durchzugehen weil nur dann kannst du es verändern.

00:07:52: Und wie kommst Du daraus?

00:07:55: Es gibt einen Moment Zwischen dem Trigger und der Reaktion Ein Moment ein Atemzug und es geht darum diesen Moment wahrzunehmen.

00:08:09: Wer anfängt diesen Moment wahrzunehmen, beginnt neu zu wählen.

00:08:15: Und genau darum geht es, dass du aus diesem Automatismus aussteigst und entscheidest ob du neu willst.

00:08:21: Gehst du in den Rückzug oder bleibst du mit all dem was ich zeige?

00:08:27: Es hat nichts damit zu tun mit Kontrolle das du Kontrolle hast sondern es ist reine Wahrnehmung.

00:08:34: Und es geht im ersten Schritt nicht darum, die Reaktion zu verändern.

00:08:38: Das ist das wo die meisten nämlich auch scheitern.

00:08:40: sie wollen die Reakktionen verändern aber darum geht es nicht.

00:08:43: der erste schritt ist Ich bemerke was passiert?

00:08:50: dass ist der aller allererste schritt weil erst dann kannst du was verändern.

00:08:54: und viele wollen erstmal die reaktion Verändern und wundern sich warum das nicht passiert oder warum das so anstrengend ist warum Sie immer wieder ins alte fallen.

00:09:03: Und genau darum geht es, dass du dich erkennst.

00:09:05: Dich wahrnimmst.

00:09:08: und ein Tipp für dich für die nächsten Tage Wenn du in einem Gespräch bist und jemand spricht zu dir erzählt dir etwas Bevor du antwortest lass eine Sekunde Pause.

00:09:26: Nur das einmal für dich als Aufgabe sozusagen Als Wahrnehmungsmoment um das zu integrieren.

00:09:33: Nur einfach mal nicht sofort zu antworten, sondern mindestens eine Sekunde zu warten diesen Raum dazwischen entstehen zu lassen gefühlt wie ein Lücke für die meisten und diese scheinbare Stille auszuhalten.

00:09:49: Und es reicht eine Sekundel.

00:09:51: wirklich ganz wichtig kurzen Moment der Veränderung Ganz ganz wichtig.

00:09:58: also nimm das gerne mit.

00:10:00: schaffe in jedem Gespräch was du hast Eine Sekunde Pause bevor du antwortest.

00:10:09: Und nächste Woche in der Podcastfolge spreche ich darüber, warum das Miteinander und Begegnungen Gold sind für Veränderungen?

00:10:19: Wie da wirkliche Veränderung passiert und vor allen Dingen wie Du aufhörst auszuweichen Energie zu verlieren und wirklich da bleibst präsent wach klar und frei.

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