#102 Wie du dich verlierst – in Gesprächen und Beziehungen

Shownotes

Letzte Woche hast du zwei Typen kennengelernt, die sich verlieren, in dem sie aus sich rausgehen und aktiv dabei sind. Heute geht es um die anderen. Die, die passiv werden und genauso Energie kosten.

In dieser Folge lernst du: — Wie sich der Rückzug anfühlt – von innen und von außen — Wann das Ja, das rausrutscht, eigentlich ein Nein war — Warum alle vier Typen dieselbe Ursache haben

Am Ende dieser Folge siehst du das System als Ganzes – und weißt, welcher Typ du in welcher Situation bist.

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Mandy-Marie Mahrenholz ist Coach und Podcast-Hostess. Sie arbeitet mit Menschen, die im Außen viel geben – und dabei den Kontakt zu sich selbst verlieren, in Beziehungen und der Arbeit. Mehr unter

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00:00:00: Heute kommen wir zum zweiten Teil mit dem Thema, warum du dich nach Meetings oder bestimmten Treffen leer ausgelaut oder schöpft fühlst.

00:00:09: Denn es gibt einen Grund dafür!

00:00:11: Es hat nichts mit dir zu tun beziehungsweise kein Charakterfehler sondern einfach ein Mechanismus im Hintergrund.

00:00:17: und letzte Woche in der letzten Folge habe ich schon über die ersten zwei Typen gesprochen, die eher lauter werden sehr gerne managen, wer erinnert uns?

00:00:27: das ist der Vernehmungsbeamter oder die Pflegefachkraft.

00:00:31: Oder der Einschüchterer?

00:00:34: und heute geht es um die anderen beiden nämlich die die still sind und die sich ducken denn beide kosten auch genauso viel Energie.

00:00:46: und vielleicht erkennst du dich in diesen beiden Typen sogar noch ein bisschen mehr oder besser als in den anderen beiden.

00:00:54: Und ganz wichtig an dieser Stelle ist zu sagen, es geht darum im ersten Step das du dich erkennst.

00:00:59: Weil erst wenn Du Dich erkennest wie Du tigst wie Du denkst kannst Du's verändern.

00:01:05: und genau darum geht es.

00:01:07: Es geht darum dich nicht zu bewerten sondern dich zu erkennen damit es danach einfacher und leichter wird und Du danach eine neue Handlungsfähigkeit hast.

00:01:15: weil Darum Geht es Denn was Dich in Gesprächen erschöpft Ist Nichtes Thema oder was gesprochen wird oder wie du sprichst, sondern das, was dahinter läuft.

00:01:27: Was unbewusst abläuft für Programme.

00:01:32: Das sind Programme, das sind Automatismen die du irgendwann für dich abgespeichert hast, dein ganzes System, ein ganzer Körper der gesagt hat irgendwann okay wenn ich so und so reagiere dann bin ich sicher!

00:01:45: Dann bleibe ich in der Zugehörigkeit.

00:01:47: heute als Erwachsener sind es aber Situationen in denen du dich verlierst, in denen du quasi aus der heraustrittst und dadurch dich leer fühlst.

00:01:58: Vielleicht auch erschöpft oder ausgelockt fühlste.

00:02:01: Und heute möchte ich genau auf diese anderen Beintüpen eingehen.

00:02:05: Und zwar geht es heute darum um die zwei Typen, die verschwinden sozusagen, die sich ducken!

00:02:13: Und genau das kostet auch Kraft.

00:02:16: Vielleicht ist es nach außen hin fühlt sich's harmloser an Aber es ist innerlich ein unglaublicher Raub an dir selbst.

00:02:27: Und nur ein Beispiel, um das noch mehr wahrzunehmen.

00:02:32: Zum Beispiel geht es auch darum du bist im Raum aber schon längst nicht mehr da also die Gedanken sind woanders Du beschäftigst dich mit anderen Dingen oder auch im Gespräch Du denkst an etwas anderes, du denkst schon weiter.

00:02:45: Du bist wie aus dir rausgetreten und in einem anderen Raum obwohl du mit dir machen jetzt sprichst Das ist nämlich der erste Typ hier bei den zwei Passiven.

00:02:56: Letzte Woche hatten wir die zwei Aktiven Die nach vorne rausgehen oder von oben drüber gehen Und heute geht es um die, die nach hinten rausgehen Oder nach unten.

00:03:07: Da starten wir heute mit dem unnahbaren oder auch den Rückziehen und er verlässt innerlich den Raum.

00:03:17: Meeting zum Beispiel kann sich das so zeigen, dass er aufhört zu sprechen, er guckt aufs Handy also beschäftigt sich mit anderen Dingen als mit dem was gerade aktiv ist oder aktuell dran ist.

00:03:31: Oder in der Partnerschaft kann es sein, dass eher einsilbrig wird, dass das Gefühl von dieser Person nicht mehr ansprechbar.

00:03:41: Und da sei ganz ehrlich mit dir, also vielleicht erkennst du andere Menschen darin wenn ich das jetzt gerade dir erkläre.

00:03:50: Ganz wichtig ist aber auch dass du ehrlich mit Dir bist.

00:03:53: wo agierst Du wie?

00:03:55: Weil je nach Situation kann es sein, dass Du jeden Typen mal oder zwei von den vier Typen mehr aktiv in Dir hast als die anderen beiden.

00:04:06: und dann geht es wirklich darum, radikal ehrlich zu sein weil nur da passiert Veränderung.

00:04:13: Und von außen weg wirkt dieser Typ zum Beispiel oft sehr ruhig oder manchmal auch desinteressiert.

00:04:21: Innerlich ist die Person aber komplett weg.

00:04:24: und hier kleiner Spoiler Dennis und ich, also Dennis mein Partner und Ich Wir erkennen uns super gut in diesen zwei Typen über die ich heute spreche.

00:04:33: Dennis ist nämlich gerne der der den Rückzug geht Der gelernt hat Wenn er dann zurück zugeht entschärft er Konflikte.

00:04:44: Zumindest hat das irgendwann mal dieses System funktioniert.

00:04:48: als Kind, als Jugendlicher heute als Erwachsener ist diese Automatismus, dieses Verhalten dieser Typ löst meistens mehr Konflikte aus vor allen Dingen auch erstens weil er sich selber aus sich selbst raustritt und dadurch sich verlässt und dadurch gar nicht in Verbindung bleibt.

00:05:11: Das ist eben das Interessante, deswegen dürfen wir uns selber da bewusst machen wie agiere ich?

00:05:17: und es geht darum dich nicht dafür zu bewerten sondern es ist einfach ein Automatismus der irgendwann dich geschützt hat.

00:05:25: Der dir irgendwann Sicherheit gegeben hat und den du heute als erwachsene Person immer noch unbewusst in den meisten Fällen abspult sozusagen also dein Körper spult dieses Verhalten ab Auch wenn du es vielleicht manchmal nicht willst, auch wenn du gerne es dir wünscht mal anders zu reagieren.

00:05:46: Es ist ein Automatismus.

00:05:47: in der nächsten Folge spreche ich darüber warum das so schwerst Du verändern aber wichtig ist dass du heute ganz ehrlich mit dir eincheckst und dich erkennst auch Mal wirklich zu fragen in welcher Situation agiere Ich mit welchem typen sozusagen.

00:06:02: also das war der rückzieher oder eben auf der unnahbare.

00:06:07: Und jetzt kommen wir zu dem vierten Typen, auch eben ein passiver Typ.

00:06:13: Das arme ich oder wie ich sage, duckmäusern.

00:06:17: Also da ist die Aktion das Verhalten nach unten zu gehen also sich kleiner zu machen.

00:06:25: Das ist zum Beispiel wenn du ja sagst obwohl du nein meinst Oder du etwas zustimmst obwohl Du andere Meinung bist.

00:06:35: und hier geht es darum dass du irgendwann gelernt hast dass wenn ich mich klein mache, dann bin ich keine Angriffsfläche für Konflikte oder andere Dinge.

00:06:47: Und früher hat es dich irgendwann geschützt.

00:06:50: Vielleicht zum Beispiel als Kind, dass deine Eltern vielleicht viel gestritten haben und hättest du also bist du eher aus dem Feld rausgegangen?

00:06:56: Aus dem Raum rausgegen hast sich kleiner gemacht damit die Konflikte nicht noch größer werden.

00:07:01: Heute als Erwachsener neigst du dazu dich auch innerlich und da komme ich gleich nochmal näher drauf du dich innerlich kleiner machst, das heißt auch wie auch dich nicht mehr so bewohnst körperlich gesehen und auch krafttechnisch und von der aufrichtung dich nicht mal so lebst und dadurch auch dich leer fühlst ausgelockt erschöpft fühlt weil du über dich selber drüber gehst und ich von dir selber trennst.

00:07:27: Aus deiner Aufrichtung Klarheit rausgehst!

00:07:35: Und jetzt kannst du dir ja vorstellen also Ich habe gerade schon gesagt, Dennis und ich sind das unsere Hauptkernverhaltensweisen in der Partnerschaft.

00:07:46: Wie schön ein Gespräch sein kann wenn beide sehr herausgefordert sind zum Beispiel in einem Konflikt einer Meinungsverschiedenheit?

00:07:54: Wenn Dennis zurückgeht und wie nicht anwesend ist und ich mich auch noch kleiner mache so da passiert keine Kommunikation auf Augenhöhe.

00:08:04: keiner von uns beiden ist wirklich bei sich und auch bildlich aufgerichtet.

00:08:09: Also wenn du dir vorstellst, du stehst gerade, du gehst nach hinten dann verlierst du auch quasi deine Mitte, deine Präsenz, deine Stabilität.

00:08:18: oder wenn du nach unten gehst, verlierst Du auch deine Stability und Deine Größe sozusagen.

00:08:26: Und wenn diese Muster aufeinander treffen Dann ist es sehr schwierig.

00:08:31: Wir sind uns dessen bewusst und auch hier geht das darum.

00:08:35: wir werden in bestimmten Situationen die uns besonders heraus fordern immer dazu neigen, schneller mal ins alte also in diese bekannten Verhaltensweisen zu rutschen.

00:08:45: Passiert uns auch mal allerdings ist das wichtig dann... Also deswegen auch das Bewusstsein.

00:08:50: Deswegen ist mir das so wichtig dass ich dir das heute oder auch in der letzten Woche schon näher bringe, dass du dich erkennst weil erst wenn du es erkennest immer wieder dich auch darin beobachtest merkst du irgendwann okay das ist immer wie so eine Einbahnstraße.

00:09:05: Und wenn du das erkennst, kommst du irgendwann an einen Punkt wo du merkst Okay so will ich nicht mehr agieren Sondern ich möchte so agieren und dann entsteht wirkliche Handlungsfreiheit und erst dann hast Du die Möglichkeit zum Beispiel wirklich erst wieder in dir und aus dir heraus zu kommunizieren.

00:09:25: Und genau darum geht es.

00:09:26: Es ist immer ein Weg!

00:09:27: Du wirst auch Wenn du das jetzt heute erkennest durch die Folge oder schon durch die Letzte.

00:09:31: Du würdest das nicht von heute auf morgen verändern.

00:09:33: Und es ist ein Trugschluss, wenn jemand sagt ja das geht ruckzuck.

00:09:36: Funktioniert nicht!

00:09:38: Weil dein Körper dieses Verhalten diesen Automatismus abgespeichert hat.

00:09:43: Ich werde in der nächsten Podcastfolge darüber sprechen was das konkret bedeutet warum das so ist und was dir hilft diese Veränderungen langfristig möglich zu machen auch da ich habe sie gerade schon mal angefangen nochmal die Typen dir zu erklären was es auch bildlich macht.

00:10:02: Da geht es darum, dir vorzustellen die Typen, die wir letzte Woche hatten.

00:10:07: Also der Einschüchterer.

00:10:09: Der kommt von oben.

00:10:10: Er steigt aus sich heraus und geht von oben auf sein Gegenüber.

00:10:15: Geht quasi aus seiner natürlichen Haltung, aus einer natürlichen Aufrichtung raus und plustert sich auf macht sich quasi körperlich viel größer wird übermäßig groß übernimmt eine Übermacht oder eben auch der Vernehmungsbeamte.

00:10:33: Die Pflegefachkraft, die geht nach vorne raus.

00:10:36: Beide Typen übernehmen übermäßig viel Raum aus einem Mangel heraus – ganz wichtig ist es immer die innere Haltung heraus!

00:10:46: Aus einer Mangel und aus einer Angst, aus einer Unsicherheit, die unbewusst irgendwann abgespeichert ist im Körper, im ganzen System.

00:10:57: Also die nehmen übermäßig viel Raum ein.

00:11:00: Die anderen beiden von denen ich heute gesprochen habe der der unnahrbare also der Rückzieher oder das arme Ich-Duckmäuser, die ziehen sich zurück oder gehen nach unten.

00:11:11: Das heißt sie nehmen wenig Raum ein unterdrücken sich und drosseln sich!

00:11:17: Also die einen schießen Energie raus, die anderen unterdrückten diese Energie.

00:11:23: Alle vier haben dasselbe Ziel Sicherheit.

00:11:28: Alle vier haben dieselben Kosten, nämlich sich selbst.

00:11:33: also dass du dich dabei trennst von dir, du nicht in deiner Natürlichkeit, in deine natürlichen Präsenzstabilität bleibst und dadurch kostet es dich selbst und eben deine Energie Und das ist der Grund warum du dich leer ausgelaugt oder erschöpft fühlst.

00:11:59: Ich bitte dich, wenn du Lust hast, Dich in den nächsten Tagen zu beobachten.

00:12:05: Wo sagst Du ja?

00:12:06: Obwohl Du eigentlich ein Nein meinst.

00:12:09: Wann ziehst Du Dich zurück?

00:12:11: Wann wirst Du sozusagen auch still und einfach nur wahrzunehmen?

00:12:18: In welcher Situation agierst Du?

00:12:20: mit welchen Typen also?

00:12:21: gehst Du nach vorne, nach oben, nach hinten oder nach unten Und Dich nur zu Beobachten?

00:12:26: ganz wichtig nicht zu bewerten.

00:12:30: Es ist ein Automatismus.

00:12:31: Dein Körper hat es abgespeichert, das hatte ich irgendwann Sicherheit gegeben.

00:12:34: Nur heute als Erwachsener darfst du erkennen, es gibt ja keine Sicherheit mehr vor allem keine Selbstsicherheit und diese Momente sind einfach nur da dass du dich erkennst.

00:12:43: wenn du es erkennest kannst du es irgendwann verändern Und dann wird Veränderung auch leicht weil umso öfter du es erkennt Du wirst irgendwann an einem Punkt kommen und den kann ich dir versprechen und garantieren.

00:12:53: du bist irgendwann an einen punkt kommen wo du merkst, okay ich habe keine Lust mehr diese alte Reaktion die ich hatte weiter zu machen sondern ich möchte neu agieren.

00:13:05: das heißt was dann passiert ist du trittst aus dem RE Agieren aus also aus einem alten Verhalten einer immer wiederkehrenden RE Aktion rein in eine Aktion.

00:13:19: Die freier es, die klarer is die DU frei entscheidest.

00:13:22: in den Moment und es geht immer darum gerade in herausfordernden Situationen, Konfliktsituationen, stressigen Situationen fällt es uns schwerer das neue zu etablieren.

00:13:31: und umso öfter du dich darin erkennst.

00:13:34: Umso leichter wird auf lange Sicht die Veränderung.

00:13:36: und genau darum geht es also nicht ich bewerten nur zu beobachten und auch wirklich in diese in den eigenen Detektiven zu gehen dicht zu beoberten wie mit so einer Lupe in den einzelnen Situationen mal draufzuschauen Und dann eher in dir diese Haltung zu etablieren von ach Das ist ja interessant, dass ich heute so wieder agiert habe.

00:14:00: Ach guck mal!

00:14:01: Wieder die Situation und hab' ich wieder so reagiert?

00:14:03: Ach, das ist sehr spannend.

00:14:05: Dadurch öffnest du dich selber dir selbst ein Verhaltensweisen und kannst es langfristig auch

00:14:10: verändern.".

00:14:12: Und nächste Woche in der nächsten Folge geht es genau darum... Du erkennst, warum dein Körper dazu neigt immer wieder in das Alte zu gehen.

00:14:24: Obwohl du dessen dir vielleicht schon bewusst bist und wie Veränderungen noch leichter gehen können.

00:14:31: In diesem Sinne wünsche ich dir eine beobachtungsvolle Kraftvolle und sehr ehrliche Zeit mit dir selbst!

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